| von +1.300 °C bis -196 °C | |||
| Ein Schwerpunkt der Arbeit
der Härterei Reese Weimar liegt in der Wärmebehandlung
von Werkzeugstählen nach DIN 17 350,
die längst nicht nur für Handwerkzeuge, sondern z.B.
auch für hochwertige Spritz- und Preßformen der
Kunststofftechnik sowie für Einspritzdüsen für
Verbrennungsmotoren oder Meßwerkzeuge verwendet werden.
Innovative Wärmebehandlungsverfahren für hochbelastete Bauteile: Bei diesen Einspritzdüsen für Dieselmotoren sorgt u. a. eine Tiefkühlung auf 196 °C für eine Gefügestabilisierung. Ein Beispiel aus der Praxis: Das Bild zeigt eine Einspritzdüse für Dieselmotoren, die aus einem Düsengrundkörper und einer Düsenkappe besteht. Beide Teile werden durch eine Schrumpfverbindung verbunden. Da das Bauteil enorm belastet wird, hat man hochwertige Werkstoffe gewählt. |
Der Grundkörper wird aus Warmarbeitsstahl
(X40CrMoV5-1; 1.2344), die Düsenkappe aus Schnellarbeitsstahl (S
6-5-2; 1.3343) gefertigt. Der Grundkörper wird zunächst
auf eine Festigkeit von 1200 bis 1400 MPa vergütet und -
nach einer mechanischen Zwischenbearbeitung -
gasnitriert. Die Düsenkappe wird gehärtet, tiefgekühlt
und in einem Vakuumofen (Bild) zweimal auf eine Härte
von 60 +2 HRC angelassen. Das Tiefkühlen bei 196
°C sorgt - zusammen mit dem zweimaligen Anlassen - für
eine absolute Gefügestabilisierung
als Voraussetzung für eine qualitätsgerechte
Schrumpfverbindung. Auch das Aufschrumpfen der beiden
Bauelemente übernimmt - in Kooperation mit dem
Produzenten - die Härterei Reese Weimar durch gezieltes
Erwärmen des Düsenkörpers und gleichzeitiges
Unterkühlen der Düsenkappe in LN2.
Für das Härten und Anlassen hochlegierter Werkzeugstähle steht ein prozeßgesteuerter Vakuumofen zur Verfügung. |
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