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NITRIEREN  
Beim Nitrieren wird die Randschicht von Eisenwerkstoffen gezielt mit Stickstoff oder – beim Nitrocarburieren – mit Stickstoff und Kohlenstoff angereichert. Dadurch erhöhen sich neben der Härte auch die Verschleißfestigkeit, Dauerfestigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Auch die Notlauf- und Gleiteigenschaften verbessern sich. Zugleich wird eine hohe Maßbeständigkeit gewährleistet, da keine Gefügeumwandlung im Sinne der Austenit-Martensit-Umwandlung stattfindet.
   

In der Regel werden Schichtdicken bis 0,8 mm erreicht. Das von Dr.-Ing. Helmut Reese entwickelte Profundinieren erlaubt sogar materialabhängige Nitrierhärtetiefen, die 1,0 mm übersteigen. Das verzugsarme Nitrieren kann – die Verwendung entsprechender Stähle vorausgesetzt – in vielen Fällen das Einsatz- oder Rand-schichthärten ersetzen. Nitrierstähle findet man in der DIN 17211 bzw. EN 10085. Bei der Auswahl der Werkstoffe unterstützen die Fachleute der Härterei Reese den Konstrukteur.