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EINSATZHÄRTEN  
Bei diesem thermochemischen Verfahren wird dem Werkstück gezielt Kohlenstoff zugeführt. Dabei nutzt die Härterei Reese das Prinzip der Gasaufkohlung, das sich sehr gut regeln lässt und damit eine genaue Vorgabe der späteren Härtungsprofile erlaubt.
   
Nach der Aufkohlung werden die Bauteile gehärtet und durch Anlassen entspannt. Die wärmebehandelten Werkstücke weisen neben einer hohen Oberflächenhärte (bis 850 HV) und großem Verschleißwiderstand auch eine hohe Biegewechsel- und Dauerfestigkeit auf. Durch gezielte Zeit- und Temperaturvariationen der Aufkohlungs-, Härte- und Anlassprozesse lassen sich die Werkstoffeigenschaften optimieren und in Verbindung mit speziellen Chargiertechniken die verfahrensbedingten Maßänderungen minimieren: Auch darin besteht die „Kunst des Härtens“.
Die Härterei Reese arbeitet mit hochautomatisierten Mehrzweck-Kammer-ofenlinien, die das Einsatzhärten, Carbonitrieren und Vergüten von Großserienteilen erlauben. Die Öfen werden automatisch beschickt und entladen; alle wichtigen Verfahrenspara-meter lassen sich exakt regeln und dokumentieren.
Diese Anlagen werden unter anderem für die Wärmebehandlung von Automobil-teilen, Getriebeteilen und Werkzeugen genutzt. Darüber hinaus verfügt die Härterei Reese über modernste Schacht-ofenanlagen für das Einsatzhärten von besonders großen Werkstücken.