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Kaltauslagern. Auslagern bei Raumtemperatur.

Kernhärten. Härten eines aufgekohlten und hiernach bis unter AC1 des Kernwerkstoffes abgekühlten Werkstückes von der Härtetemperatur des Kernwerkstoffes
(siehe Einsatzhärten).

Kohlenstoffpegel.
Kennzeichnung für die Neigung eines kohlenstoffhaltigen Mittels, einen Werkstoff bei einer bestimmten Temperatur bis zu einem bestimmten Randkohlenstoffgehalt auf- oder abzukohlen.

Kohlenstoffverlauf.
Kohlenstoffgehalt in Abhängigkeit vom Abstand zu einem Bezugspunkt. Die graphische Darstellung des Kohlenstoffverlaufs ergibt die Kohlenstoffverlaufskurve.
Der Ausdruck Kohlungskurve für die graphische Darstellung des Kohlenstoffverlaufs soll nicht mehr angewendet werden.

Kritischer Abkühlverlauf. Verlauf der Abkühlung in einem Werkstück derart, daß die Bildung bestimmter Gefügebestandteile aus dem Austenit gerade unterdrückt und ausschließlich gewünschte und gegebenenfalls zulässige oder nicht zu vermeidende Bestandteile gebildet werden. Diejenige Kennlinie, die diesen Ablauf für einen bestimmten Punkt des Stückes im Zeit-Temperatur-Schaubild (oder im Zeit-Temperatur-Umwandlungs-Schaubild für kontinuierliche Abkühlung) darstellt, heißt kritische Abkühlkurve (siehe Abkühlverlauf und Abkühlkurve).

Kritischer Abkühlverlauf für die Perlitstufe. Verlauf der Abkühlung derart, daß die Bildung von Ferrit gerade vermieden wird und sich Perlit und gegebenenfalls Bainit und/oder Martensit bildet.

Kritischer Abkühlverlauf für die Bainitstufe. Verlauf der Abkühlung derart, daß die Bildung von Ferrit und Perlit (gerade) vermieden wird und sich Bainit und gegebenenfalls Martensit bildet.

Kritischer Abkühlverlauf für die Martensitstufe. Verlauf der Abkühlung derart, daß die Bildung von Ferrit, Perlit und Bainit (gerade) vermieden wird und sich nur Martensit bildet.

Diese Begriffserklärungen gelten speziell für untereutektoidische Stähle. Bei übereutek-toidischen Stählen scheidet sich auch bei langsamster Abkühlung kein Ferrit aus, wohl aber treten neben den sich je nach dem Abkühlverlauf bildenden Gefügebestandteilen (Perlit, Bainit und/oder Martensit) jeweils übereutektoidische Carbide auf.

Künstliches Altern.
Siehe Altern.